Die hießige Landschaft berühren sich drei Naturschutzgebiete - Lužické hory, Labské pískovce und České středohoří. In allen diesen Naturschutzgebieten gibt es außerdem bestimmte Biotope mit besonderen Schutzmaßnahmen, die Naturdenkmäler, Fundstellen und Verbreitungsgebiete erhalten. Ein Teil davon gehört in das neu geschaffene Naturschutzgebiet České Švýcarsko.

NOVÝ BOR

Nový Bor ist durch drei Beinamen bekannt - Tor in das Gebirge Lužické horz, Stadt des Glasgewerbes und Stadt des Garten- und Landschaftsbaus.

Außer Wanderwegen gibt es dort auch Radwanderwege, im Winter Langlaufloipen und Abfahrtspisten. Anziehungspunkte sind Sehenswürdigkeiten wie die Felsenburg in Sloup, die Felsenorgel in Práchen (Varhany), das Naturschutzgebiet einer Felsenstadt auf dem Berg Klíč und der Aussichtsturm Jedlová.

MIKULÁŠOVICE

Diese Stadt befindet sich im Westen des Ausläufers Šluknovský výběžek in einer Höhe von 414 m, ein Teil davon liegt im Naturschutzgebiet Labské pískovce.

Das Wahrzeichen der Stadt ist die St.Nikolaus-Kirche, deren Treppe mit St. Johann und Immaculata-Statuen von J. Wahner geschmückt ist. Eine Hl.Dreifaltigkeitskapelle aus dem Jahr 1741 und eine baufällige Kapelle aus dem 18. Jahrhundert, sowie viele Bauernhäuser mit Steingrund ergänzen das Stadtbild.

KAMENICKÝ ŠENOV

Diese Stadt liegt an der Grenze von zwei Naturschutzgebieten, Lužické hory und České středohoří. Hießiges Klima brachte diese Gemeinde den Beinamen "Böhmisches Sibirien". Es ist hart und rauh, hat einen Ruf, besonders gesund zu sein und wird daher für Wellness-Aufenthalte aufgesucht.

Kamenický Šenov ist für sein Glasgewerbe und -kunsthandwerk, insbesondere auch wegen seinen Lüstern und Glasbechern, weltberühmt.

DOKSY

Die Stadt Doksy ist in einer Höhe von 266 m am südlichen Ufer des Sees Máchovo jezero unterhalb der Umgebung dominierenden Burg Bezděz ( 636 ü. d. M.) gelegen. Das milde und trockene Klima bedingen hier unter anderem die im Nordwesten befindlichen Kieferwälder. Im Südwesten wird die Landschaft durch Burgruinen Starý Bernštejn, Houska und Hrádek gegliedert, die Wanderwege miteinader verbinden. Die hiesige romantische Landschaft begeisterte den tschechischen romantischen Dichter Karel Hynek Mácha, der hier von 1832 bis 1836 oft verweilte und zu dessen Ehren die Landschaft 1961 seinen Namen erhielt Máchovo kraj. Der See Velký rybník heisst nun Máchovo jezero. Doksy und die Nachbargemeinde Staré Splavy, die am nördlichen Ufer von Máchovo jezero liegt, stellen ein bekanntes und viel besuchtes Erholungsgebiet dar.

SLOUP

Das Schloss wurde an der Wende des 13. und 14. Jahrhunderts gegründet. Seine teilweise in Felsen gehauene Räume sind ziemlich ungewöhnlich. Nach dem Dreißigjährigen Krieg schenkte man das Schloss Einsiedlern, die es ausbauten. Auf diese Weise entstanden geheimnisvolle, dunkle, von einsamen Einsiedler bewohnte Räume, romantische Gartenanlagen mit einem Kreuzweg und Weinberge oberhalb der Schlosskapelle. Der Kaiser Joseph II. hieß die Einsiedler im Jahr 1785 das Schloss verlassen. Das Schloss verfiel zu einer eine malerischen Ruine mit Irrwegen aus vielen Räumen und Mönchszellen, die heute Besuchern zugänglich ist.

BEZDĚZ

Ein bekanntes Lied des romantischen Dichters Svatopluk Čech erwähnt eine Burg aus dem Jahr 1279, als hier Václav II. Und seine Mutter festgehalten wurden. Während der Hussitenkriege bewohnten sie die Katholiken. Die bewehrte Burg schützte sie vor feindlichen Heeren. Das Geschlecht von Wallenstein liess sie in ein Kloster und Wallfahrtsort umbauen. Im 19. Jahrhundert wurde das Kloster geschlossen und es verfiel zu einer romantischen Ruine. Sie inspirierte viele tschechische Künstler, unter anderen auch den bekannten tschechischen romantischen Dichter Karel Hynek Mácha. Die Burg ist Besuchern zugänglich.

STRÁŽ POD RALSKEM

Die heutige Gemeinde Stráž wird wegen seiner wunderschönen Umgebung mit einer Anzahl von Naturschutzgebieten, die auch der Erholung, Sport und Geselligkeit dienen, sehr gerne aufgesucht. Ein Renaissance-Schloss mit Parkanlagen, eine barock umgebaute Renaissance-Kirche, eine Mariensäule und ein Pfarrhaus bilden die Anziehungpunkte einer Gemeinde, die erst vor der Wende ausgebaut worden ist.